Trainingslager 2007 oder auch, noch mehr Zucker und ich brech zusammen
Sven, wir danken dir für die Bekanntschaft mit neuen Muskelgruppen
Am Freitag, den 24.08. zogen 10 tapfere Volleyballerinnen und der große, böse Trainer ins Trainingslager im schönen Örtchen Rotenburg/Wümme. Die Jugendherberge war so wie alle es noch von früher her kannten und so wurden bei der ein oder anderen einige Erinnerungen an vergangene Zeiten wach, die Sven aber auch gleich stoppte, indem er uns Laufen schickte.
Damit begann der Ernst des Lebens, von da an zählten wir nicht die Stunden, sondern die Trainingseinheiten. Am Freitag hatten wir also schon 1/8 rum…
Von Hunger geplagt zogen wir los und suchten uns eine „romantische“ Lokalität, in der wir bei Neonlicht und Campingbesteck schnell dinierten. Einige waren früher zu Hause als andere, was nicht daran lag, dass noch irgendjemand feiern war... Nein es lag daran, dass Sven unbedingt noch eine Stadtrundfahrt machen wollte und uns durch wunderbare 20iger Zonen führte, die bei Tanja beinahe zum Brechreiz führten. Als auch wir (das Auto mit Sven) endlich die heimeligen Lichter der Jugendherberge sahen, freuten sich die anderen, denn wir hatten die Schlüssel. Die meisten verschwanden dann sofort in Ihren „Queensize“ Stockbetten, während Sven und ich uns noch eine heiße Partie Schach lieferten, bei der ich natürlich Sven gewinnen ließ, damit der Samstag nicht ganz so anstrengend werden würde…
Der Samstag begann schon früh um halb acht mit einem gemeinsamen Frühstück und schlechtem Kaffee und noch schlechteren Orangengesöff (kennt bestimmt jeder, der schon in Jugendherbergen nächtigte).
Vollgepackt mit unseren Sachen und jeder Menge Stimmungsaufheller (Schoki, jede Menge Traubenzucker, Kekse, etc) ging es los. Die müden Knochen mussten bewegt werden und das Hirn auch noch gleichzeitig eingeschaltet sein. Sven hat sich viel Mühe gegeben und die Übungen wunderbar abwechslungsreich gestaltet, so dass ´mal die eine sie nicht verstanden hat, ´mal die andere nicht und irgendwann am Ende des Tages keiner mehr…
(An dieser Stelle: Mensch Sven, Du kannst ja richtig geduldig sein?).
Nach der Mittagspause begann das Desaster, der Tiefpunkt des gesamten Wochenendes. Die Konzentration war auf ein Minimum geschrumpft und die Muskeln wollten erstmal auch nicht mehr so richtig. da half es auch nicht, dass Nici das Hamstern anfing und mit Traubenzucker in der Wange versuchte, munter zu bleiben. Verschiedene Lach- und Schwächeanfälle sorgten dafür, dass die dritte Trainingseinheit vergleichsweise kurz und wohl eher für Sven anstrengend war als für uns…
Als wir auch noch die vierte und letzte Einheit -jede Einheit dauerte übrigens 2 Stunden- des Tages erfolgreich überlebten, munterte uns der Gedanke an ein schönes Abendessen in dem zufällig, bei der ungewollten Stadtrundfahrt, entdeckten Restaurant auf. Dass dann unser Abendessen noch von unserem neuen Sponsor Alpha Immobilien übernommen wurde, machte die ganze noch schöner! Frisch gestärkt gingen wir spät in der Nacht (um kurz nach 22.00 Uhr waren alle in ihren Zimmern verschwunden) ins Bett.
Am Sonntag schlugen wir die Augen auf und versuchten aufzustehen, der einen gelang es schneller als der anderen, allen war aber die Erschöpfung von Vortag deutlich anzusehen und alle jaulten bei dem Gedanken auf, dass noch 3 Einheiten abgearbeitet werden wollten. Nach einem mühevollen Warmmachen (es war noch nie so still in der Halle) starteten die letzten trainingsintensiven Stunden. Wir waren alle hoch konzentriert oder einfach nur zu kaputt, um herum zu quatschen.
Sonntag um halb vier war alles vorbei. Wir hatten es geschafft. Es gab keine nennenswerten Ausfälle, keine Verletzungen, außer einem steifen Hals. Dafür aber jede Menge Muskelkater!
Danke Sven, wir haben neue Muskelgruppen kennengelernt!
31.08.2007 - Sille (Sylvia Wichmann) - letzte Änderung am 13.09.2007
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