TC Hameln-TuS Altwarmbüchen2:3124 Min.25:1830:3223:2525:199:15
Coach:FrankSpieler:Thorsten, Uschi, F4!L0x / Schlüppi, Marcel, Ulf, Didi, Matze, Kaspar
Herren I: Wir sind Meister ! … und keiner weiß, warum :-)
Finale grande, Finale furiosum am letzten Spieltag der Saison 2013-2014 / Landesligameisterschale nach 2 Jahren wieder in Altwarmbüchen / Wo sind die Meister-T-Shirts ?
Wer hätte das gedacht ? Noch vor diesem letzten Spieltag der Saison 2013/2014 gingen nicht wenige davon aus, dass die TuS Bothfeld als Erster der Liga auch das letzte Spiel auswärts gegen Wunstorf gewinnen wird. Obwohl ? Wunstorf ist eine starke Heimmannschaft.
Nicht wenige gingen davon aus, dass die VSG Hannover als erfahrene Mannschaft und als Zweiter der Liga sein Spiel gegen den TC Hameln mit seinen jungen Spielern gewinnen wird. Obwohl ? Hameln hat (unter anderem gegen Bothfeld) viele Spiele zu Hause gewonnen.
Und wir ? Als Dritter haben wir natürlich auch nach oben geschielt, hatten uns aber in dem Spiel vor zwei Wochen gegen TB Stöcken nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Diskussion auf der Fahrt ins schöne Weserbergland: Meister ? Relegationsplatz ? Verdient hätten wir es sicherlich mit der Leistung nicht.
So konnten wir bei unserem Spiel an diesem frühlingshaften Frühlingssonnenwetter-Samstag gegen Hameln durchaus befreit aufspielen, um dem Trainer einen versöhnlichen Abschied bescheren zu können. Frank hört als Trainer nach der Saison auf.
Nun gut, im ersten Satz haben wir in schöner Abwechslung mit den Hamelnern den Satz gestaltet. Die Ballwechsel, die gespielt werden konnten, waren gut und zeigten dass wir gegenüber dem Spiel in Stöcken konstanter gespielt haben. Einziger Wehrmutstropfen war die Tatsache, dass die Angaben nicht -wie sonst- tendenziell zu kurz, sondern dieses Mal zu lang waren und somit im „Aus“ landeten. Die Hamelner haben im ersten Satz gezeigt, dass sie mit starken Angaben und Angriffen von allen Positionen ein Spiel bestimmen können.
Der Trainer hat noch einmal darauf hingewiesen, dass er mit „langen Angaben“ nicht die Angaben meint, die letztlich im „Aus“ landen und uns nicht wirklich weiterbringen. So kam Mitte des zweiten Satzes (und nach dem freundlichen Hinweis) Entspannung auf und wir kamen besser ins Spiel. Dank einer kleinen Angabenserie von Marcel beim Stand von 7:7 konnten wir uns etwas absetzen und diese Differenz konstant halten. Man sollte denken, dass man irgendwann so bei 25 den Satz problemlos nach Hause fährt. Dem war aber nicht so. Die Hamelner kamen Punkt für Punkt näher und hatten im folgenden Mittelteil sogar Satzball. Wir auch, aber wir hatten scheinbar Angst, den letzten Punkt zu machen. Es dauerte letztlich bis zum 31:30, Aufgrund des langen Satzes kann ich schon nicht mehr sagen, wer den erlösenden Punkt gemacht hat.
Matze war in Satz 3 unser Held, denn er hatte eine lange Angabenserie (9 Ballpunkte), die von Felix und Ulf noch ausgebaut werden konnte. Das klappte nicht nur wegen der druckvollen Angaben, sondern auch weil der Rest der Mannschaft seinen Teil dazu beigetragen hat, dass wir letztlich mit 24:16 deutlich in Front waren. Da war er aber wieder: der Angstpunkt, der Punkt den keiner machen will oder kann. Die Hamelner haben uns fast noch eingeholt, bis letztlich Matze den Ball reingerömert hat. ->Danke
So baut man natürlich einen Gegner auf und dass haben die Hamelner im Satz 4 dankend angenommen. Dem Ergebnis 19:25 aus unserer Sicht braucht man nichts mehr hinzu zu fügen.
Ein entscheidender 5. Satz musste also her, der das „finale kuriosium“ eingeläutet hat. Da Eigenlob bekanntlicherweise stinkt zitiere ich an dieser Stelle zunächst meine Mitspieler die mir bescheinigt haben, dass vor allem ich den 5. Satz gewonnen habe (->Held ?!). Durch auch meinen guten Block und einer konzentrierten Mannschaftsleistung konnten wir den gegnerischen starken Angriffen trotzen und somit deren Moral knacken. Wir zogen mit 9:5 davon und gaben diesen Vorsprung bis zum Schluss auch nicht wieder her.
Ich danke an dieser Stelle dem Milchmonster beziehungsweise meinem/unserem Schlafraubtier zu Hause, dass ich mich nach einigen Wochen der Müdigkeit wieder so stark zurück melden und mit die diesem Sieg beisteuern konnte :-). War ich nun der Held des Tages, weil ich dafür gesorgt habe, dass die gesamte Tabellenspitze auf den Kopf gestellt wurde? ->Check !
Unser Sieg war für unseren Blick an die Tabellenspitze von großer Bedeutung, da in gleicher Halle nach uns auch noch die VSG spielte und wir nicht wussten, wie sich Bothfeld geschlagen hat.
Die Drähte der Kurznachrichtendienste glühten und gaben die Information preis, dass Bothfeld in Wunstorf 3:2 verloren hat. Wir sahen in der Halle die VSG Hannover, die in einem heiß umkämpften Spiel gegen Hameln knapp mit 3:2 verloren hat.
Wir hatten nun zusammen mit Bothfeld den gleichen Punktestand (34), die VSG hat nun ein Punkt weniger und ist somit nun „nur“ 3. (da wo wir vor dem Spiel waren). Dank der mehr gewonnenen Sätze (es sind genau 2 ! Sätze !) kegelten wir als bisher 3. den bisherigen Tabellenprimus (Bothfeld, gegen die wir 2 x verloren haben !) noch von Platz 1, die ihrerseits wiederum die VSG von ihrem bisher sicher geglaubten Relegationsplatz 2 verdrängt und somit der VSG die Chance auf die Relegation weggeschnappt hat…
Frank hat später in seiner Nachricht an die Mannschaft zur Meisterschale gratuliert und geschrieben, dass sich damit die Frage, ob wir Relegation spielen wollen oder nicht quasi in Luft aufgelöst hat. Wie recht er doch hat.
An dieser Stelle möchten wir uns auch auf diesem Weg noch einmal bei Frank für die letzten 3 Jahre recht herzlich bedanken. Bisher war Frank –was den Aufstieg in die Verbandsliga angeht- der erfolgreichste Übungsleiter der Vereinsgeschichte.
Was bleibt am Ende dieses ereignisreichen Tag in Hameln: Es gibt immer noch Helden -> wir alle sind/waren Helden !, mein Bericht war wieder sehr lang, halbe Liter-Bierflaschen sind immer noch uncool, wir haben immer noch Spaß, können sogar witzig sein, wir freuen uns über jeden der sich uns anschließen möchte und: Ich habe immer noch kein Meisterschafts-T-Shirt ! Check !
11.03.2014 - Kaspar (Thorsten Pröhl) - letzte Änderung am 11.03.2014
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