Fun&Sport-Cup in Garbsen
Nicö im Pech. Nuckel und die Tie-Break-Regel. Harry und Herri die ungleichen Brüder.
Am Sonntagmorgen des 09.09.07 starteten wir gemeinsam mit 15 weiteren Herrenteams in das traditionelle Vorbereitungsturnier. Aufgrund der frühen Stunde, die Begrüßung stand bereits für 9:00 auf dem Programm, galt es eineige quälende Fragen zu beantworten: Waren alle rechtzeitig aus dem Bett gekommen, oder sollte man noch schnell diverse Mütter anrufen? Hatte das Moorfest vielleicht zu tiefe Spuren hinterlassen? Gab es schon Kaffee? Und wo? Hatten wir wie üblich gleich das erste Spiel? Fragen über Fragen...
Dann die Erleichterung. Alle waren rechtzeitig am Start - und sogar wach! Der Kaffee war fertig. Und natürlich hatten wir das erste Spiel. Das bescherte uns gleich einen Ligakonkurrenten, den Lehrter SV. Wir waren eindeutig die wachere Mannschaft, und konnten klar mit 2:0 Sätzen gewinnen. Im zweiten Spiel erwartete uns die erste Mannschaft des gastgebenden SV SW Garbsen. Wie schon im kürzlich ausgetragenen Trainingsspiel
, wurde es gegen den Verbandsligaabsteiger sehr eng. Nach verlorenen ersten Satz konnten wir den Zweiten allerdings knapp für uns entscheiden. Da in der Vorrunde zwei Sätze bis 25 gespielt wurden, hieß es also untentschieden. An dieser Stelle gute Besserung an Marko aus Garbsen, der sich bei einer unglücklichen Neztzaktion verletzte! Im letzten Spiel der Vorrunde trafen wir, wie schon im Vorjahr, auf den Bremer Oberligisten TSV Sievern. Der hatte als Ziel das Erreichen des Halbfinales, also den Gruppensieg, ausgegeben. Da Sievern gegen Lehrte schon einen Satz abgegeben hatte, starteten unsere Gegner entsprechend motiviert in den ersten Satz, den sie auch recht klar gewinnen konnten. Das wollten wir nicht auf uns sitzen lassen und hielten im zweiten Satz stärker dagegen. Es entwickelte sich ein spannendes Spiel, und nachdem wir den vermutlich längsten Ballwechsel des Turniers für uns entschieden hatten, gewannen wir den Satz mit 2 Punkten Vorsprung. Somit hatten wir wie der TSV Sievern einen Sieg und zwei Unentschieden auf dem Konto. Allerdings war unser Ballverhältnis 5 Punkte schlechter, so dass wir als Gruppenzweiter nun um die Plätze 5-8 spielen sollten.
Die nun folgende Platzierungsrunde brachte einen neuen Modus (zwei Gewinnsätze bis 15, wobei im Tie-Break bei 15 Punkten definitv Schluß sein sollte) und verschiedene Déjà-Vus mit sich. Unser erster Gegner war ein alter Bekannter, nämlich der TSV Burgdorf. Schon vor dem Spiel mussten wir die ersten Verluste verzeichnen. Nicö kassierte beim Einschlagen eine volle Burgdorfer Breitseite und konnte mit dröhnendem Schädel nur noch von der Bank aus verfolgen, wie unsere Gegner den ersten Satz dank starker Aufschläge recht deutlich gewannen. Im zweiten Satz konnten wir unsere Annahme stabilisieren und schließlich den Tie-Break erzwingen. Der Beginn des Entscheidungssatzes verzögerte sich allerdings etwas, denn der Nuckel lief aus! Da gegen spontanes Nasenbluten nur Abwarten hilft, musste Danne als Zuspieler einspringen. Er machte seine Sache dann auch so gut, dass wir den Satz ausgeglichen gestalten konnten. Beim Seitenwechsel lagen wir mit einem Punkt vorn (7:6). Keine Mannschaft konnte sich absetzen, und am Ende hatte Burgdorf bei 13:14 den ersten Matchball. Wir konnten ihn abwehren und schlugen beim Stande von 14:14 zum alles entscheidenden Ballwechsel auf - und hatten das Nachsehen. Punkt verloren, Spiel verloren, Schiedsgericht vermieden. Knapper ging's nicht!
Was dann kam, hatten wir irgendwie schon ´mal gesehen: Erstens, schon wieder bekannte Gesichter. Spielten wir im letzten Jahr gegen die VG Nienstedt/Rodenberg noch um Platz 12, so ging es diesmal um Platz 7. Zweitens, Nicö im Pech. Gerade hatte sich die Wechselkirsche von ihrem Brummschädel erholt, da landete sie gleich zu Beginn des ersten Satzes auf dem Fuß eines gegnerischen Angreifers und konnte nicht mehr weiter spielen. Glücklicherweise handelte es sich aber um keine schwere Verletzung. Drittens, der Spielverlauf. Obwohl Andrej uns mit guten Aufschlägen im Spiel hielt, ging der erste Satz an die Gegner. Satz zwei gewannen wir dann, es musste ja ein dritter Satz her! Dieser begann schon fast traditionell mit Nasenbluten bei Nuckel, so dass erneut unser Tie-Break-Joker Danne ans Zuspiel durfte. Viertens, das Ergebnis. Beim Seitenwechsel lagen wir noch in Front (8:3), aber natürlich war beim 12:12 alles wieder offen. Dann zwei Punkte und somit Matchbälle gegen uns. Den ersten wehrten wir ab, den zweiten nicht. 13:15. Achter Platz.
Blieb noch die Siegerehrung und die wichtige Frage, wer zieht das Bier? - Natürlich wir! Also hatten wir doch einiges richtig gemacht.
Nicht unerwähnt bleiben darf die folgende Begebenheit: Vor dem letzten Spiel des Tages hatten wir uns ja eine Pause verdient (s.o.). Während einige versuchten, sich mit Koffein oder frischer Luft fit zu halten, hatten andere eine Begegnung der seltsamen Art. Sie trafen auf Harry und Herri, die zwei ungleichen Brüder aus der Leinemetropole. Beide stehen für verschiedene Aggregatzustände desselben Stoffes, so gleich und doch so verschieden. Beim Buchen von Besichtigungstouren ist jedoch Vorsicht geboten, damit man nicht an den falschen Bruder gerät. Aber das ist eine andere Geschichte...
Fazit: TuS-Lehrte 2:0 TuS-Garbsen 1 1:1 TuS-Sievern 1:1 TuS-Burgdorf 1:2 (14:15) TuS-Nienstedt/Rodenberg 1:2 (13:15)
Dank: Danke an Andrej für das Aushilfscoachen und -spielen. Danke an Sandra, die es (auch Dank des Spielplans) geschafft hat, fast alle unsere Spiele zu coachen und "nebenbei" auch noch selbst ein Turnier zu spielen - Pausen werden total überbewertet.
10.09.2007 - Tobbe (Tobias Wietler) - letzte Änderung am 13.09.2007
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